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Thema: Intuitiv Essen

  1. #1
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    Standard Intuitiv Essen

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    Ich beschäftige mich zur Zeit intensiv mit meinem Essverhalten.
    Mein (mäßiges) Übergewicht resultiert generell nicht daraus, dass ich nicht genug über gesunde Ernährung weiß oder nicht gerne gesunde Lebensmittel zu mir nehme.
    Das Problem ist in erster Linie, dass ich durch Essen Gefühle kompensiere. Ist mir langweilig esse ich, bin ich traurig esse ich, bin ich gestresst esse ich und dadurch, dass ich eigentlich immer auf Diät bin, eskaliert es bei mir sobald ich ein "verbotenes" Lebensmittel esse, denn dann esse ich einfach mehr als ich eigentlich benötige und ich kenne dann kein Maß und Ziel mehr.
    Lange Zeit war mir nicht bewusst, dass mein Problem darin liegt, dass ich meine Gefühle mit Essen betäube und dass ich mir einfach auch viel zu viele Lebensmittel verbiete (und sie natürlich immer wieder trotzdem esse).
    Durch Zufall bin ich auf das Konzept des Intuitiven Essens gestoßen und möchte das nun probieren. Da ich es erst seit ein paar Tagen versuche, klappt es natürlich noch nicht immer, aber ich bemerke schon eine leichte Verbesserung.
    Habt ihr Erfahrung damit? Ich würde merne mit euch austauschen.
    LG badhairday

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  2. #2
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    Erklärst du das Prinzip evtl. mal kurz?
    Glück ist Liebe, nichts anderes. Wer lieben kann, ist glücklich. H. Hesse

  3. #3
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    Das Prinzip ist eigentlich ganz einfach. Höre auf deinen Körper, iss nur dann, wenn du wirklich Hunger hast und nur das, worauf du in diesem Moment hungrig bist und höre auf zu essen, wenn du angenehm gesättigt bist.
    Eigentlich das, was jeder von uns machen sollte, was aber viele nicht mehr können.
    Ich esse z. B. einfach auch dann, wenn ich gar keinen Hunger habe, sondern wenn eine gewisse Leere (negative Gefühle wie Langeweile, Frust, Stress, Traurigkeit) gefüllt werden soll. Zudem esse ich oft auch über mein eigentliches Sättigungsgefühl hinaus.
    Mich würde halt interessieren, ob es hier Leute gibt, denen es früher ähnlich ging und die mit dieser Methode Frieden mit dem Essen geschlossen haben und die dadruch ein normales Verhältnis zum Essen erreicht haben.
    LG badhairday

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  4. #4
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  5. #5
    Avatar von Medha
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    Es ist aber kein "intuitives" Essen, sondern sehr bewusstes Essen. Nur zu essen wenn man Hunger hat, bedingt schon eine ganz genaue Wahrnehmung und Entscheidung. Bei mir klappt das gut, ausser ich esse Zucker, dann wird mein natürliches Hunger/Sättigungsgefühl ausser Kraft gesetzt. Die Auswahl dessen was ich esse, treffe ich eh' meistens nach dem Lustprinzip, wenn denn alles so weit verfügbar ist. Ich bilanziere aber schon im Kopf überschlagsweise, was ich so bisher in den letzten Tagen gegessen habe und treffe dann meine Entscheidung.
    “There are many ways you can establish your own path,” he said, sounding very much like the teacher he is. “The reason I love my catch phrase, ‘Make it work,’ is because it is not just about what is happening in the workroom, it is about life. Taking the existing conditions, the things we have available to us, and rallying them to ascend to a place of success.” (Tim Gunn)

  6. #6
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    Zitat Zitat von Badhairday Beitrag anzeigen
    Das Problem ist in erster Linie, dass ich durch Essen Gefühle kompensiere.
    Was ist mit den Gefühlen, die du durch Essen kompensiert hast?
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    Jack Sparrow

  7. #7
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    Zitat Zitat von Iridia Beitrag anzeigen
    Was ist mit den Gefühlen, die du durch Essen kompensiert hast?

    Wie meinst du das?

    @ Birgit: Danke für den Tipp.
    LG badhairday

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  8. #8
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    du hattest doch einen Grund, warum du Gefühle mit Essen kompensiert hast. Ist der weg, wenn du da nicht mehr isst?
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    Jack Sparrow

  9. #9
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    Naja, die Gründe sind unterschiedlich bzw. ich kompensiere meine Gefühle einfach durch essen. Ganz oben auf der Liste stehen Stress und Langeweile.
    Ich befinde ich mich ja aktuell erst am Anfang. Das bedeutet, ich bin mir eigentlich gerade erst bewuss geworden, dass mir keine Diät helfen wird dauerhaft schlank zu werden. Ich habe es schon oft geschafft abzunehmen, das ist nicht das Problem, sondern das Halten.
    So genau weiß ich noch nicht wie ich die Sache angehen soll, daher auch dieser Thread. Ich möchte versuchen zukünftig bei Langeweile anderweitig Ablenkung zu bekommen z. B. durch Sport oder Spazieren gehen oder einfach irgendwas anderes unternehmen (dazu werde ich mir eine Liste mit Dingen erstellen, die ich in so einer Situation statt Essen machen kann, aber nicht sowas wie Lesen oder Fernsehen, denn das bringt nichts) Stress möchte ich auch vermeiden und arbeite daran mir z. B. Termine nicht so eng zu legen, dass ich dazwischen keine Verschnaufpausen habe. Zum Thema Stressbewältigung steht Yoga und Entspannungstechniken ganz oben auf der Liste.
    Außerdem muss ich wieder lernen auf mein Hunger- und Sättigungsgefühl zu hören und langsam zu Essen. Besonders das Erste fällt mir aktuell schwer, ich kann nicht immer zwischen Hunger oder Appetit unterscheiden.
    Ob ich das alles ganz alleine schaffe oder ich mir Hilfe suchen muss weiß ich noch nicht. Allerdings denke ich, dass der erste Schritt auf jeden Fall damit gemacht ist, dass ich mir bewusst gemacht habe, was genau mein Problem ist.
    LG badhairday

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  10. #10
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    ja klar, versuche es auf jeden Fall.

    Ich hab vor einem Jahr auch meine Ernährung umgestellt, erst konsequent, dann lässiger, aber obwohl alles immer noch im Lot ist, ist mir während der Zeit aufgefallen, dass ich mich verändert habe. Ich denke darüber nach, ob sich die Hirnchemie verändert hat, aber mir ist hinterher aufgefallen, dass ich auch viel gegessen hab, um mir kurzfristig was Gutes zu tun. Später hab ich das dann auf anderen Kanälen gemacht, aber nicht mit Essen. Für mich war ein großes Ding, mal den Gedanken zuzulassen, sich mit Essen nicht belohnen zu wollen, sondern stattdessen was anders zu machen.

    Eines Tages sah ich meine vielen Kochbücher und das Küchenzubehör mal mit anderen Augen und mir wurde schlagartig klar, dass das zu viel Platz in meinen Interessen eingenommen hat. Nach einem viertel Jahr hatte ich das Gefühl, dass das Verhältnis zwischen Leben und Essen wieder normal war. Ich hab Kohlenhydrate weggelassen und war immer satt, aber anfangs war es seltsam, nicht mehr so viel zu essen oder eher so viel Verschiedenes, zumal ich auch gleich Alkohol völlig weg strich. Die Zeit fühlte sich manchmal unheimlich an und ich fühlte schon manchmal eine gewisse Leere. Andererseits war das genau das, was ich wissen wollte. Was war denn hier los? Ich hab mich aber daran erinnert, wie es als Kind war, da gab es auch oft dasselbe. Da wollte ich erst mal wieder hin, nur dass dasselbe mir gut tun sollte.

    Die Esspausen waren für mich auch ganz wichtig. Ich esse noch immer absolut nichts mehr außerhalb der Mahlzeiten. Viel Glück dir und glaub mir, es lohnt sich mehr als du denkst. Ich hab seit einem Jahr keinen Wattepanzer mehr um mich, von dem ich gar nicht wusste, dass ich ihn immer hatte. Klares Denken, klares Fühlen, Freiheit, hätte nicht gedacht, dass das Essen so viel ausmacht. Als ich begann, wollte ich auch nur mal sehen, wie es ist.

    Fang einfach an und schreib mal, wie es ist. Ich mach das anfangs auch immer alleine aber mich interessiert, wie es dir geht und was du so auf dem Weg erlebst. Vielleicht findest du hier paar Gleichgesinnte, ich hab dabei auch ein paar gute Freundinnen gefunden. Ich kann mir vorstellen, dass das gut funktioniert.
    "Das Problem ist nicht das Problem. Das Problem ist deine Einstellung zum Problem."
    Jack Sparrow

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