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Thema: Berufliche Zukunft

  1. #1
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    Standard Berufliche Zukunft

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    Guten Morgen ihr Lieben,

    ich brauche beruflichen Rat. Aktuell gibt es viele Dinge an meinem aktuellen Job, die mir nicht gefallen und ich hab schon mit dem Gedanken gespielt mich anderswo zu bewerben. Was mich bei der Jobsuche sehr ernüchtert hat war, dass fast alle Stellen im Büro ein BWL-Studium voraussetzen, was ich nicht habe. Ich bin auch definitiv nicht bereit BWL zu studieren. Dass ich aber Zusatzqualifikationen brauche wurde mir klar. Deshalb werde ich ab November eine Fachwirtausbildung machen.

    Ich will eigentlich raus aus der jetztigen Tätigkeit (nicht unbedingt aus der Firma), weil ich quasi die Hälfte des Tages nur am Telefon hänge und das an meinen Nerven zerrt. Ständig wird man aus der Arbeit gerissen und mit zunehmendem Alter fällt es einfach immer schwerer dann nochmal in die Vorgänge zu finden.
    Nun wird sich in unserer Firma wohl einiges ändern und meine Tätigkeit wird perspektivisch mehr beratend sein als ausführend. Das bedeutet noch mehr Telefon.
    Gestern wurde mir jetzt die Leitung der Abteilung angeboten.
    Das hat mir eine absolut schlaflose Nacht gekostet. Einerseits arbeite ich seit 15 Jahren in dem Unternehmen und eine Beförderung ist längst überfällig (wir haben aber eine extrem flache Hierarchie, daher ist das schon etwas Besonderes, zumal die Stelle neu geschaffen wird), zum anderen wird in dieser Position aber so viel erwartet, dass ich glaube das nicht bewältigen zu können, zumal ich noch nebenbei die Fortbildung machen würde.
    Alternativ wurde mir noch eine 2. Stelle in Aussicht gestellt, diese wird auch neu geschaffen und wäre aber mit weniger Verantwortung (aber auch teilweise leitende Tätigkeit), dafür ist die Arbeit in dieser Abteilung für mich aber absolut unattraktiv.
    Ich habe nun 10 Tage Bedenkzeit. Mein Mann sagt, ich soll die Chance ergreifen.
    Es gibt noch eine Stelle in einer für mich attraktiven Abteilung, die mein Chef aber nicht erwähnt hat. Das wäre dann quasi ein Wechsel auf gleicher Ebene. Diese Stelle hätte ich eigentlich gerne. Ich werde wohl absagen und fragen, ob ich diese Stelle haben kann.

    Aktuell bin ich ein echter Angsthase. Ich überlege schon, ob ich die Anmeldung zur Fachwirtausbildung zurückziehen soll, weil ich Angst habe zu versagen.
    Meine Gedanken kreisen auch um potentielle neue Jobs und ich habe ständig Versagensängste.
    Dazu kommt noch, dass ich gestern erfahren habe, dass eine liebe Freundin tödlich erkrankt ist und jetzt stelle ich mir die Frage, ob das alles überhaupt Sinn macht mich mit einer Fortbildung oder besserer Stellung zu "quälen", statt das Leben einfach zu genießen.

    Sorry, ich weiß, ich hab viel geschrieben und bin auch etwas weinerlich drauf, aber ich freue mich auf eure Sichtweise zu dem Thema.
    LG badhairday

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  2. #2
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    Für die Leitung der Abteilung musst du die Zusatzausbildung machen?
    Von Natur aus sind alle Menschen gleich. Mir jedenfalls.

  3. #3
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    Nein, mein Chef wusste gar nicht, dass ich mich zu einer Fortbildung angemeldet habe. Das Angebot hat er mir davon unabhängig gemacht.

    Ich hatte mich schon seit Wochen bei den Stellenanzeigen umgeschaut und fand aber gar nichts Passendes, weil fast überall ein BWL oder vergleichbares Studium gefordert war. Da ich das nicht vorweisen kann, habe ich mich zumindest für eine Fachwirtausbildung entschieden, damit ich besser vermittelbar bin.
    LG badhairday

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  4. #4
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    Dann lass das doch und übernimm die neue Stelle. Beides würde ich auf keinen Fall machen. Und die Fortbildung würde ich nur machen, wenn du wirklich Spaß daran hast.
    Von Natur aus sind alle Menschen gleich. Mir jedenfalls.

  5. #5
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    Offensichtlich traut man dir in deiner Firma einiges auch ohne BWL-Studium einiges zu, sonst hättest du ja nicht das Angebot mit Leitungstätigkeit bekommen.

    Wenn du den Job schon grundsätzlich machen könntest und möchtest, dann würde ich den machen und parallel dazu Schulungen, die dir den Part erleichtern, der dir Sorgen macht (vielleicht kannst du das sogar entsprechend kommunizieren und Unterstützung von der Firma bekommen).

    Die Fachwirtausbildung (grundsätzlich eine gute Idee) kannst du immer machen. Das muss ja nicht unbedingt jetzt sein.

    Du kriegst ne tolle Chance. Willst du die wirklich vorüberziehen lassen?
    Man darf Wahrheit nicht mit Mehrheit verwechseln. (J. Cocteau)

  6. #6
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    Ich würde mich um die Stelle in deinem Unternehmen, die du dir wünschst bemühen. Man scheint dich in dem Unternehmen ja zu schätzen, sonst würde man dich ja nicht befördern wollen. Das sind doch beste Voraussetzungen. Erst wenn dazu nein gesagt wird, würde ich meinen nächsten Schritt planen.

  7. #7
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    Ansicht ist die Stelle toll und bietet wirklich einen großen Karriereschritt.
    Ich habe aber Angst die Erwartungen nicht zu erfüllen. Zudem würde ich Teile meiner jetzigen Tätigkeit mitnehmen müssen, was einfach nicht zu schaffen ist. Wenn wir jemand externes dafür einstellen würden, würde der ja auch nicht einen Teil meiner Tätigkeiten übernehmen müssen, sondern einfach nur die neue Stelle besetzen.
    Zudem weiß ich von anderen Abteilungsleitern, dass mehr als die regulären 40 Stunden pro Woche erwartet werden, dass man auch im Urlaub erreichbar ist und seine Mails liest und beantwortet, nie krank ist,...

    Ich weiß gar nicht, ob ich die Fortbildung noch absagen könnte, der Vertrag ist schon unterschrieben. Zudem hab ich meinem Chef auch schon davon erzählt (blöd, ich weiß ), dass sieht jetzt richtig sch… aus, wenn ich jetzt sage ich blase das ab.

    Ich weiß, ich widerspreche mir irgendwie selbst. Einerseits finde ich es toll, dass man es mir anbietet, andererseits traue ich es mir nicht zu.
    Ich hab mich für eine Fortbildung angemeldet, überlege jetzt aber sie abzusagen.
    Ich möchte schon eine interessante Stelle, aber ich will eigentlich nicht für andere verantwortlich sein und sie delegieren. Zudem bin ich ein harmoniebedürftiger Mensch und kann es nicht ab, wenn dann jemand sauer auf mich ist. Ich traue mir auch nicht zu der Puffer zwischen unten und oben zu sein. Mittleres Management ist meiner Meinung nach nur was für Leute, die nach Büroschluss alles abschütteln können und sich nicht so viele Gedanken machen wie ich.
    LG badhairday

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  8. #8
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    Zitat Zitat von Badhairday Beitrag anzeigen
    Zudem weiß ich von anderen Abteilungsleitern, dass mehr als die regulären 40 Stunden pro Woche erwartet werden, dass man auch im Urlaub erreichbar ist und seine Mails liest und beantwortet, nie krank ist,...
    In so einer Firma war ich mal. Lass die Finger davon!



    Zitat Zitat von Badhairday Beitrag anzeigen
    Ich weiß gar nicht, ob ich die Fortbildung noch absagen könnte, der Vertrag ist schon unterschrieben. Zudem hab ich meinem Chef auch schon davon erzählt (blöd, ich weiß ), dass sieht jetzt richtig sch… aus, wenn ich jetzt sage ich blase das ab.
    Nein, du kannst das damit begründen, dass die neue Stelle für dich mehr Aufwand bedeutet. Damit meine ich nicht mehr als 40 Stunden, sondern neue, anspruchsvolle Aufgaben. Das ist absolut ok.



    Zitat Zitat von Badhairday Beitrag anzeigen
    Mittleres Management ist meiner Meinung nach nur was für Leute, die nach Büroschluss alles abschütteln können und sich nicht so viele Gedanken machen wie ich.
    Da hast du absolut Recht!
    Von Natur aus sind alle Menschen gleich. Mir jedenfalls.

  9. #9
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    Zitat Zitat von Badhairday Beitrag anzeigen

    Es gibt noch eine Stelle in einer für mich attraktiven Abteilung, die mein Chef aber nicht erwähnt hat. Das wäre dann quasi ein Wechsel auf gleicher Ebene. Diese Stelle hätte ich eigentlich gerne.
    Die Stelle meinte ich.

  10. #10
    Avatar von HopiStar
    HopiStar ist offline Queen of f***g everything
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    Hallo,

    für mich hört es sich an, als würdest Du eigentlich nicht mehr Verantwortung wollen,
    hast aber das Gefühl, dass Du es wollen solltest oder Du denkst, dass es von Dir erwartet wird.

    Ich glaube, man muss nicht immer weiter, höher, mehr. Man muss sich nicht immer selbst herausfordern und pushen, nicht jeder will und muss „Karriere machen“, wenn es nicht das ist, was ihn antreibt, glücklich und zufrieden macht.

    Und wenn Du es mal genau betrachtetest, bist Du doch in einer sehr guten Ausgangssituation. Du kannst Dich proaktiv intern auf die Stelle bewerben, die Du gerne und mit gutem Gefühl hättest und Du kannst Deine Fortbildung machen und Dich dann in Ruhe extern bewerben. Sprich eigentlich ideal und kein Grund, um sich Druck oder Sorgen zu machen.
    Vielleicht kommen Deine Ängste ja auch dasher, dass DU weißt , dass Du es eigentlich nicht möchtest (Führungsposition) aber Dich deswegen minderwertig oder schlecht fühlst ?

    Viele Grüße
    Hopi
    Im Grunde ist ein Diamant auch nur ein Stück Kohle, das die nötige Ausdauer hatte

    Das Leben sollte NICHT eine Reise ins Grab sein mit dem Ziel wohlbehalten und in einem attraktiven und gut erhaltenen Körper anzukommen, sondern eher seitwärts hineinzuschlittern, Chardonnay in einer Hand, Erdbeeren in der anderen. Den Körper total verbraucht und abgenutzt, und dabei jubelnd …WOW, was für ein Ritt...!

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