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Thema: Gibt es eigentlich nur noch unfreundliche Menschen?

  1. #41
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    Ich habe bisher hier nur mitgelesen und finde, das die Menschen nicht unfreundlicher sondern egoistischer geworden sind.

    Dazu passen diese ganzen sich Vorfahrt Nehmer, Einscherer, nicht Rücksicht nehmen usw im Strassenverkehr aber auch diese Querolanten an Supermarktkassen.
    Eine Kassiererin hat als Maßgabe Guten Tag zu sagen und ich als Kundin erlebe, das das auch stattfindet, allerdings auch abnimmt, wenn keine Sau antwortet. Und ja, das gibt es. Solche Menschen sprechen mit einem bei einem Kassenvorgang kein Wort. Oder telefonieren, was ich fast noch unhöflicher finde. Ich gebe zu dann bin ich extra kommunikativ, frage nach Treuepunkten, paybackpunten, bar, Kreditkarte, ec, Bargeld oder den Kassenbon mitnehmen.
    Never judge a book by its cover...

  2. #42
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    Das ist mir auch schon aufgefallen. Ich grüße immer freundlich und verabschiede mich, ggfs. wenn es passt noch mit "Ich wünsche Ihnen einen schönen Feierabend / ein schönes Wochenende" ... ich habe oft den Eindruck, dass das nicht selbstverständlich ist, da die Reaktion oft extrem erfreut ist. Ja, Egoismus, da sagst Du was. Jeder denkt nur noch an sich und auch nicht an seine Mitmenschen. Wenn ich Urlaub habe, vermeide ich gezielt die Stoßzeiten - auf der Straße und beim Einkauf, nicht nur, weil es dann entspannter ist sondern auch, um denjenigen, die den ganzen Tag gearbeitet haben, nicht noch die knapp bemessene freie Zeit in der Schlange zu stehlen. Manchmal sind es nur Kleinigkeiten, die allen das Leben etwas angenehmer machen würden. Ich habe schon einmal ganz freundlich eine ältere Dame aus dem Bekanntenkreis gefragt, warum sie nicht tagsüber einkaufen geht, da wäre es doch viel leerer und entspannter (Und natürlich hatte ich den Gedanken, dass sie den Berufstätigen in der Rush-Hour Zeit wegnimmt ... zumal ältere Leute natürlich länger benötigen, um zu zahlen und einzuräumen, da Sehkraft etc. ja nachlassen - merke ich jetzt schon in meinem Alter, dass es schlechter wird). Die Antwort hat mich überrascht. Da ist es doch so leer, das ist langweilig, da trifft man ja niemanden. Ich hätte gar nicht gedacht, dass der Einkauf als soziales Event für einsame Rentner dient. Seitdem versuche ich, mich nicht mehr darüber zu ärgern und es entspannter zu sehen, kann man ja sogar etwas nachvollziehen. Sich in andere Leute hineinzudenken gehört halt auch zur Rücksichtnahme.

    Auf der Straße fällt mir noch auf, dass man oft genötigt wird, die Geschwindigkeit zu übertreten. Heute früh auf der Schnellstraße, ich war mit Tempo 100 unterwegs und habe kurz vor der Ampel auf 70 und dann auf 50 abgebremst (s. Verkehrsschilder). Der Herr hinter mir wild gestikulierend mit Lichthupe, die Ampel sprang auf gelb, ich bin noch drübergefahren, er auch, da war es aber sicher schon kirschgelb. Er hat dann noch weitergemacht, ist mir auf die Stoßstange gefahren und hat mich angehupt, bis ich auf der Autobahn war. Die Message war klar: Du bist Schuld, dass ich über rot fahren musste ... und das ist kein Einzelfall.
    Mit dummen Menschen zu streiten ist wie gegen eine Taube Schach zu spielen: Egal wie gut Du spielst, die Taube wird alle Figuren umwerfen, auf das Brett kacken und herumstolzieren, als hätte sie gewonnen.

  3. #43
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    Ich habe die Diskussion auch schon mit meiner Mutter gehabt, das sie den ganzen Tag Zeit hat und sich dann um 16 Uhr im Aldi darüber beschwert, das es ausgesucht und voll ist Seitdem ist sie meistens gegen 11 Uhr unterwegs und das mache ich natürlich auch, wenn ich Urlaub oder sonstwie frei habe.

    Ich vermeide auch IKEA Besuche in den Ferien und samstags, alle Einkaufszentren im Dezember und an Brückentagen sowieso. Auf der Arbeit ist Stress genug, in meiner freien Zeit möchte ich das nicht zusätzlich.
    Never judge a book by its cover...

  4. #44
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    Auch als Rentner gehe ich dann einkaufen, wass es mir passt. Heute war ich ausnahmsweise mal am Vormittag einkaufen, was so gut wie nie vorkommt, aber ich hatte Zeit zwischen Grippeschutzimpfung und Friseur. Leerer waren die Geschäfte aber nicht wirklich, ich würde sagen, sogar im Gegenteil. Im Lebensmittelgeschäft ging es gerade noch so, aber in der Apotheke und in der Buchhandlung war es brechend voll. Da habe ich nun so gar keinen Bock drauf. Persönlich finde ich es sehr schlimm, wenn man meint, Rentner oder sonstige Nicht-Berufstätige sollten nur zu bestimmten Zeiten in der Öffentlichkeit stattfinden. Wenn alte Menschen langsamer werden, dann nimmt man entsprechend Rücksicht. Das ist Freundlichkeit. Bei jungen Frauen mit Kinderwagen ist man auch entsprechend hilfsbereit, dito bei allen anderen, die Unterstützung brauchen. Wenn wir alles ausmustern, was das Leben mal etwas bremst, dann werden wir zu Egoisten, weil wir nur an unsere Bequemlichkeit denken.

    Und natürlich muss man es persönlich nehmen, wenn Frauen gleichen Alters unter Generalverdacht gestellt, dass sie eher unfreundlich sind. Ich habe auch schon unfreundliche Verkäuferinnen erlebt und würde deswegen nie auf den Gedanken kommen, das auf alle zu übertragen.
    Man darf Wahrheit nicht mit Mehrheit verwechseln. (J. Cocteau)

  5. #45
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    Zitat Zitat von Sonnenschein110 Beitrag anzeigen
    Wir sind ja alle hin und wieder mal gestresst, trotzdem motze ich keine fremden Leute an, schon gar nicht, wenn die mir freundlich gegenüber treten. Mir gefallen auch mal Farben nicht, da kann ich auch nett sagen, dass die Farben nicht so meins sind. Aber da geht's dann los, wer zieht denn sowas an, es gab mal so schöne Farben und die Hosen, das kann man doch nicht tragen und das mit entsprechendem Unterton. Warum gibt's das denn nicht mehr... Ich bin auch mal gereizt, wenn ich was bestimmtes suche und nirgends finde, aber die Verkäuferin kann am wenigsten dafür. Na und wenn man gegrüßt wird, ein kurzes Hallo zurück, kann doch nicht so schwer sein.
    Ich muss da irgendwie an meine Mutter denken. Sie ist kein unfreundlicher Mensch, im Gegenteil, sie ist in der Regel sehr freundlich und hilfsbereit. Sie kümmert sich auch um ihre Mitmenschen, sei es die kranke Nachbarin oder ihr Engagement für Flüchtlinge oder Obdachlose.
    Und dennoch habe ich es mehr als einmal erlebt, dass sie sich so wie von dir beschrieben im Laden aufführt.
    Vielleicht hat sie das Gefühl, der Kunde ist König und kann sich entsprechend auch von oben herab benehmen (das englische Wort „entitled“ trifft es gut).
    Sie kann auch richtig stinkig werden, wenn sie zB beim Friseur oder bei ihrem Nagelstudio nicht noch spontan dazwischengeschoben wird.
    Bei ihr ist es vielleicht eine Alterserscheinung, da sie selber von sich sagt, dass sie viel ungeduldiger geworden ist.
    Und hier braucht sich niemand 60+ den Schuh anziehen. Selbstverständlich (und zum Glück!) sind nicht alle so.
    "Nichts auf der Welt ist so gerecht verteilt wie der Verstand. Denn jedermann ist überzeugt, dass er genug davon habe." René Descartes

  6. #46
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    Zitat Zitat von juttali Beitrag anzeigen
    Solche Menschen sprechen mit einem bei einem Kassenvorgang kein Wort. Oder telefonieren, was ich fast noch unhöflicher finde. Ich gebe zu dann bin ich extra kommunikativ, frage nach Treuepunkten, paybackpunten, bar, Kreditkarte, ec, Bargeld oder den Kassenbon mitnehmen.
    Ich sage Hallo oder nicke kurz, wenn die Kassiererin mich grüßt. Danach blicke ich auf das Display der Kasse und die dort erscheinenden Preise meiner Produkte (mein Haus- u. Hof-Edeka "vergisst" ganz oft, die Angebotspreise auch in die Kasse einzugeben). Ich möchte nicht zugetextet werden. Und, nein, ich möchte an der Supermarktkasse keinen Smalltalk machen (müssen). Ich hab Mittagspause oder gerade Feierabend und hätte einfach gern ein paar Lebensmittel und ansonsten meine Ruhe.
    If you want breakfast in bed, sleep in the kitchen

  7. #47
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    Ich freu mich ja schon wenn man heutzutage von allen gegrüßt wird - beim Eintreffen und zum Abschied und wenn die Worte bitte und danke verwendet werden. Viel mehr brauche ich gar nicht. Aber manchmal ist nicht einmal das möglich. Heute zB riss eine Kollegin meine Bürotüre auf ohne anzuklopfen und fragte, ob ich in die Besprechung mitkäme. Kein Guten Morgen und kein Anklopfen. Sie hat es sicher nicht böse gemeint, aber höflich finde ich das nicht gerade. Andere Kollegen aus anderen Abteilungen grüßen einem nicht auf dem Weg zur/von der Arbeit, innerhalb des Bürogebäudes aber schon, das finde ich auch sehr seltsam. Und die Kinder in unserem Wohnhaus grüßen auch die meisten nicht - sie schauen bloß und sagen nichts. Ist ja offensichtlich, wer hier die Älterere ist, oder nicht?
    Ich ärgere mich nicht mehr, ich wundere mich oft nur mehr...

    LG
    Blondie
    "Simplicity is the ultimate sophistication" (Leonardo da Vinci)

  8. #48
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    Zitat Zitat von Steffi70 Beitrag anzeigen
    Es geht nicht um den Reißverschluss bei der Zusammenführung von zwei Spuren oder beim Auffahren auf eine Autobahn sondern um den Rückstau beispielsweise an einer Autobahnabfahrt ... da hat man auf der rechten Seite eine sehr lange Schlange und die Spuren daneben sind die Auffahrten auf die Gegenrichtung oder die Geradeausspuren der aktuellen Autobahn. Es fahren extrem viele Autofahrer einfach auf den falschen Spuren am Rückstau vorbei um sich dann kurz vor knapp in die Stauspur hineinzuschlängeln. Dabei halten sie auch regelmäßig an und behindern so den Verkehr hinter sich, der eigentlich auf der Fahrbahn unbehindert weiterfahren könnte. Und ich unterstelle, dass von 20 dieser Fahrzeuge mindestens 19 nicht aus Versehen so spät einscheren sondern schlichtweg um Zeit zu schinden - natürlich zu Lasten der Autofahrer, die sich ordnungsgemäß und fair in die Schlange gestellt haben. Ich könnte so etwas entspannt sehen, wenn ich nicht täglich unter diesen Bedingungen nach Düsseldorf pendeln müsste und dadurch schon sehr viele Stunden verschenkt hätte. Auch ein Grund, warum ich in Zukunft die knapp 20 km bei einigermaßen passendem Wetter mit dem E-Bike bewältigen werde.
    ach so, ja das ist eine Unart, die ich auch kenne.
    Du kannst niemals alle mit Deinem Tun begeistern. Selbst wenn Du über Wasser laufen kannst, kommt einer daher und fragt, ob du zu blöd zum Schwimmen bist

  9. #49
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    Zitat Zitat von Steffi70 Beitrag anzeigen
    Nein, das hat mit Reißverschluss rein gar nichts zu tun. Stau an einem Autobahnkreuz auf der rechten Spur, die auf die neue Autobahn führt und eine Menge Menschen fahren auf der Geradeausspur bis kurz vor Ende und scheren dann auf die Rechtsabbiegespur ein ... den Reißverschluss gab es in dem Falle schon einen halben Kilometer vorher. Und gefühlt macht das jeder 3. Autofahrer, vornehmlich die Herren in den teuren Firmenwagen. Und für diejenigen, die sich in den Stau gestellt hatten, verlängert der sich nicht unerheblich - zusätzlich wird der Verkehr auf der Geradeausspur ausgebremst. Die Situation habe ich leider täglich vom Wechsel A57 auf die A52 und zurück ...
    Jeden Tag. Jeden Tag stehe ich in einem Stau, der genau von diesen Leuten (und auch denen, die keinen Abstand halten) verursacht wird. Nicht nur, dass Stau entsteht, weil alle abbremsen müssen, nein, es ist auch noch sehr gefährlich. An der besagten Stelle sind so viele Unfälle passiert, dass man nun auf 80 kmh begrenzt hat. Bringt nur nix, wenn nicht kontrolliert wird. Boah, das treibt mir jeden Morgen den Puls hoch. Das ist so falsch, so dämlich, so unlogisch!

    Zitat Zitat von Gästin Beitrag anzeigen
    Auch als Rentner gehe ich dann einkaufen, wass es mir passt. Heute war ich ausnahmsweise mal am Vormittag einkaufen, was so gut wie nie vorkommt, aber ich hatte Zeit zwischen Grippeschutzimpfung und Friseur. Leerer waren die Geschäfte aber nicht wirklich, ich würde sagen, sogar im Gegenteil. Im Lebensmittelgeschäft ging es gerade noch so, aber in der Apotheke und in der Buchhandlung war es brechend voll. Da habe ich nun so gar keinen Bock drauf. Persönlich finde ich es sehr schlimm, wenn man meint, Rentner oder sonstige Nicht-Berufstätige sollten nur zu bestimmten Zeiten in der Öffentlichkeit stattfinden. Wenn alte Menschen langsamer werden, dann nimmt man entsprechend Rücksicht. Das ist Freundlichkeit. Bei jungen Frauen mit Kinderwagen ist man auch entsprechend hilfsbereit, dito bei allen anderen, die Unterstützung brauchen. Wenn wir alles ausmustern, was das Leben mal etwas bremst, dann werden wir zu Egoisten, weil wir nur an unsere Bequemlichkeit denken.
    Mag es auch nicht, wenn über Rentner gemeckert wird, bzw. über deren Zeitgestaltung.

    "Man kann nicht allen helfen“, sagt der Engherzige und hilft keinem. Marie von Ebner-Eschenbach, Schriftstellerin


    Es gibt Menschen, die sich immer angegriffen fühlen, wenn jemand die Wahrheit sagt. Christian Morgenstern

  10. #50
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    Ich gehöre zu den Personen die es nervt abends beim einkaufen, die Regale sind halb leer und die Leute die den ganzen Tag Zeit hätten (Muttis und Rentner) sind dann auch noch unterwegs. Aber das ist ja mein Problem, ich werde sicher keinem vorschreiben wie er seinen Tag gestalten soll. Werde auch nicht unfreudnlich, ärgere mich ja schliesslich nur über mich, weil ich so ungeduldig bin.
    Ich habe mein Problem gelöst indem ich überwiegend den REWE Lieferdienst nutze. Die frischen Sachen kommen direkt ab Lager (also noch bevor sie im Supermarkt landen) und ich kann mir Liefertermine bis 22.00 Uhr aussuchen.
    Finde ich genial, ich muss mich nicht mehr ärgern und nichts mehr schleppen. Und die Qualität von Obst und Gemüse ist immer top

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