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Thema: Leben mit Hund - Vorstellung vs. Realität

  1. #51
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    Zitat Zitat von Saphirblau Beitrag anzeigen
    Lass sie mal absitzen und es geht erst weiter, wenn sie wirklich absolut ruhig sitzt, bis der andere Hund vorbei ist.
    Also, wenn wir sie absitzen lassen und stehen bleiben, dann macht sie Radau bis der andere Hund weg ist. Da klappt das Sitz nicht, da klappt gar nix, es sei denn der fremde Hund ist weiter weg.


    Wir haben von unserer Hundeschule gesagt bekommen dass wir, sobald sie einen anderen Hund am Horizon bemerkt und das auch in irgendeiner Form zeigt (Fell aufstellen, granteln, fiepen etc.), wir uns sofort vor sie stellen sollen und sie wegdrängen sollen, damit sie keinen Raum für ihr Theater hat. Das klappt am besten, wenn man dann auch stehenbleibt und als Puffer zwischen den Hunden agiert. Und jedes Mal wenn sie wieder einen Mucks macht, wird nochmal nach hinten gedrängt. Ich frage mich oft, ob das nicht zu früh ist. Ich habe irgendwo gelesen, dass man den Sicherheitsabstand zum fremden Hund erstmal einhalten muss, damit der Hund checkt:"OK, mein Frauchen achtet auf mich, wir nähern uns dem anderen Hund nicht, alles cool" Und dann kann man nach und nach den Abstand verringern und zwar in dem Tempo vom Hund. Wenns zu nah ist, dann zeigt sie es ja auch. Und dann natürlich immer kräftig loben, wenn der Hund vorbei ist und sie brav war. Das ist natürlich auch eine Herausforderung in Bezug auf "Wo gehe ich Gassi?" Ein schmaler Waldweg oder andere Gebiete mit wenig Ausweichmöglichkeiten kommen dann ja nicht in Frage.
    Das mit den Trainingsansätzen ist auch so eine Sache: Man hat ein Problem, egal welches, dann fragt man das Internet und andere Quellen um Rat und bekommt 20 verschiedene Ansätze und Meinungen, und alle klingen irgendwie nachvollziehbar
    Bei uns in der Straße gibt es Millionen Freilauf-Katzen. Sobald wir das Haus verlassen, ist Buffy schon angespannt, es könnte ja überall eine Katze lauern, die man dann auch anbellen kann. Seit unsere Nachbarn ihre drei Katzen auch raus lassen und die öfters in unserer Nähe rumlungern, ist das immer sehr stressig. Es wird erst besser, wenn wir die Straße hinter uns gelassen haben. Da haben wir aber angefangen, dass wir rausgehen und erstmal stehenbleiben, bis sich Buffy beruhigt hat. Dann gehts weiter, meistens nur einen Schritt, weil sie dann wieder anfängt. Es dauert ewig und ich habs nicht so mit der Geduld, aber hilft ja nichts

  2. #52
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    Ich weiß jetzt nicht, ob ich es überlesen habe, aber wie verhält der Hund sich ohne Leine?
    Der Generalverdacht, unter dem ich hier gestellt werde, ist unangebracht, lächerlich und würdelos! Also bitte ich darum, ihn zu unterlassen.

  3. #53
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    Ohne Leine ist sie super. Wenn keine Hunde da sind, dann ist sie ein Traumhund. Orientiert sich an uns, läuft also nicht einfach 500 m vor oder eigenständig zum Auto zurück (wie der Hund meiner Schwiegereltern ) Ich mach dann auch oft kleine Übungen mit Sitz und Bleib und dann rufen und stoppen und nochmal rufen. Das kann sie alles.
    Wenn ein anderer Hund kommt dann muss ich tatsächlich so für mich scharf nachdenken. Ich kann mich nicht mehr erinnern, wann wir das letzte Mal eine Hundebegegnung ohne Leine hatten. Man kann sie bis zu einem bestimmten Punkt zurückrufen, aber drüber hinaus hört sie nichts mehr und läuft zum Hund hin und dann wird geschnüffelt und schon fühlt sich unsere bedrängt und zeigt dies auch. Sie geht jetzt nicht mit Mordabsichten auf den Hund zu aber hat auch nicht wirklich Lust, den Kontakt zu vertiefen. Ich kann mich nicht erinnern, wann eine Hundebegegnung das letzte Mal ohne geknurre und gefletsche abgelaufen ist. Das letzte schlimme Erlebnis ohne Leine war ein Chihuahua-Rudel, das aufgeregt kläffend rumgewuselt ist. Unser Hund hat sich dann einfach auf einen draufgelegt, sodass nur der Kopf vorne rausgeschaut hat. Wir haben sie dann weggezogen und wollten weitergehen und schon lag sie auf dem nächsten drauf. Das war schlimmm, wirklich schlimm. Gut, die kleinen Chihuahuas waren mega unentspannt und so typische kleine Kläffer aber mir hat Angst gemacht, dass sie einfach auf den nächsten drauf ist, obwohl wir weitergehen wollten. Einmal war mein Schwiegervater mit ihr beim schwimmen an einem Weiher, es kam ein anderer Hund und der wurde sofort von unserem Hund gemaßregelt. Er hat sich ergeben, ist dann aufgestanden und dann ist unsere wieder auf ihn drauf. Es war wohl so arg, dass mein Schwiegervater sie ins Wasser geschmissen hat, weil sie gar nicht mehr aufgehört hat, den anderen Hund zu bedrängen. Immer wieder ist sie hin. Als ich das gehört habe wurde ich ein bisschen sauer, denn eine Leine und paar Schritte weggehen hätte es gar nicht so weit kommen lassen müssen. Aber damals hat mein Schwiegervater an so was einfaches nicht gedacht.

  4. #54
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    Und wenn du einfach weitergehst, wenn sie Aggressionen zeigt? Ohne etwas zu sagen, ohne dich umzusehen, einfach zügig weggehen. Vielleicht kannst du das mal probieren.
    Der Generalverdacht, unter dem ich hier gestellt werde, ist unangebracht, lächerlich und würdelos! Also bitte ich darum, ihn zu unterlassen.

  5. #55
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    Zitat Zitat von trixie Beitrag anzeigen
    ....Aber wenn Hunde "Frei" sind, entfällt auch das ganze Gebelle und Gezerre....
    Ich ziehe schon mal den Kopf ein für den Shitstorm.......
    Nö, brauchst Du nicht. Die Erfahrung habe ich über die Jahrzehnte auch gemacht. Mit div. Rassen (Dackel, Cocker Spaniel, Boxer, dt. Kurzhaar, Rottweiler, Schäferhund, old english Bulldog, Mischlinge...) Wenn sie wissen, dass sie auch Mal laufen dürfen und auch mit anderen spielen dürfen, benehmen sie sich auch an der Leine.

    Und auch zu Hause konnten wir allen das unnötige Gekläffe abgewöhnen, wenn es vorhanden war. Die dürfen Anschlagen, wenn es klingelt, wenn ein Fremder auf dem Grundstück ist,... Aber eben nicht, wenn in China ein Sack Reis umfällt und dann andauerndes Theater deswegen veranstalten.

    @Mikasha, schonmal mit Ablenkung versucht? Geht sie zu anderen Hunden wenn du mit ihr spielst? Bällchen oder Stöckchen werfen zb.

    PS wenn ein quietschi quietscht, hab ich ihre ungeteilte Aufmerksamkeit
    Geändert von Sapho (31.03.21 um 17:18:13 Uhr) Grund: PS: hinzugefügt

  6. #56
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    Zitat Zitat von Saphirblau Beitrag anzeigen
    Und wenn du einfach weitergehst, wenn sie Aggressionen zeigt? Ohne etwas zu sagen, ohne dich umzusehen, einfach zügig weggehen. Vielleicht kannst du das mal probieren.
    Das haben wir mal probiert, wurde uns auch von einer anderen Hundeschule so empfohlen. Sie meinte einfach einen Punkt hinter dem fremden Hund fokussieren und drauf zusteuern, egal was an der Leine passiert. Das haben wir dann auch ne zeitlang so durchgezogen, aber keinen Erfolg gesehen. Ich weiß nicht, vielleicht sollte man es einfach länger machen, Erfolge dauern. Ich weiß auch nicht, alles nicht so einfach.

    Zitat Zitat von Sapho Beitrag anzeigen
    Nö, brauchst Du nicht. Die Erfahrung habe ich über die Jahrzehnte auch gemacht. Mit div. Rassen (Dackel, Cocker Spaniel, Boxer, dt. Kurzhaar, Rottweiler, Schäferhund, old english Bulldog, Mischlinge...) Wenn sie wissen, dass sie auch Mal laufen dürfen und auch mit anderen spielen dürfen, benehmen sie sich auch an der Leine.

    Und auch zu Hause konnten wir allen das unnötige Gekläffe abgewöhnen, wenn es vorhanden war. Die dürfen Anschlagen, wenn es klingelt, wenn ein Fremder auf dem Grundstück ist,... Aber eben nicht, wenn in China ein Sack Reis umfällt und dann andauerndes Theater deswegen veranstalten.

    @Mikasha, schonmal mit Ablenkung versucht? Geht sie zu anderen Hunden wenn du mit ihr spielst? Bällchen oder Stöckchen werfen zb.
    Ja, man kann sie nicht ablenken. Sie ist ein totaler Ball-Junkie. Wenn sie einen Tennisball sieht, vergisst sie alles um sich rum, außer andere Hund. Das geht dann ze Zeitlang gut aber wenn der Hund dann zu nah ist, interessiert sie auch der Ball nicht mehr.

  7. #57
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    Ich meinte eigentlich ohne Leine.

    Beauftrage doch mal den Rütter, dann sehen wir dich vielleicht im TV.
    Der Generalverdacht, unter dem ich hier gestellt werde, ist unangebracht, lächerlich und würdelos! Also bitte ich darum, ihn zu unterlassen.

  8. #58
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    Zitat Zitat von trixie Beitrag anzeigen
    @Mikasha: oh, das tut mir wirklich leid. Was für eine Vorgeschichte hat denn der Hund? Das mit dem Dreck ist natürlich klar, da kann weder der "Charakter" noch die Rasse was dran ändern. Aber weißt du, warum der Hund so unentspannt ist?
    Ich hatte einige Hunde, bei denen mir im Vorfeld gesagt wurde, dass man sie unter keinen Umständen frei laufen lassen kann und dass sie mit anderen Hunden evtl. nicht klar kommen. Ich weiß, das wird hier auch kontrovers diskutiert und ich war auch schon mal in einer Hundeschule, die propagiert hat, dass ein Hund unter keinen Umständen frei laufen darf. Aber alle meine Hunde durften frei laufen und ich hatte nie ein Problem damit. (Nein, das ist falsch, natürlich war es am Anfang ein Problem. Ich hatte Hunde, die noch nie vorher "Freiheit" geschnuppert haben und eine Stunde unterwegs waren, bis sie wieder kamen, aber zum Schluss hatte ich Hunde die entspannt ohne Leine bei Fuß gelaufen sind). Wahrscheinlich kriege ich jetzt für diese Art der "Hundeerziehung" wieder eins aufs Dach. Aber wenn Hunde "Frei" sind, entfällt auch das ganze Gebelle und Gezerre. Es gab nie ein Problem mit meinen frei laufenden Hunden, mein jetziger guckt noch nicht einmal hin, wenn irgendein angeleinter Hund einen auf Riesenmacho macht.
    Ich ziehe schon mal den Kopf ein für den Shitstorm.......
    Ich bin ganz bei dir.
    Ich laufe immer ohne Leine mit Frau Hund. Wir sind immer megaentspannt, aber leider sind die anderen Hundebesitzer immer völlig angespannt und die Hunde dürfen sich noch nicht einmal beschnuppern. Wird das so in der Hundeschule gelehrt?

    Bei mir wird sie wohl auch der letzte und erste Hund sein ( obwohl ich dafür auch nicht meine Hand ins Feuer legen würde). Aber es ist wie ein kleines Kind, welches sich aber nicht weiterentwickelt und immer an meinem Hosenzipfel hängt.
    Sie haart Labradortypisch wie verrückt und ich sauge jeden Tag das komplette Haus. Mitunter sogar zweimal, wenn die Sonne auf das Parkett scheint und ich das Fell sehe.
    Die Kater sind einfach pflegeleichter ....
    Du kannst niemals alle mit Deinem Tun begeistern. Selbst wenn Du über Wasser laufen kannst, kommt einer daher und fragt, ob du zu blöd zum Schwimmen bist

  9. #59
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    Ach so, ohne Leine. Nein, das haben wir noch nicht so gezielt probiert. Sie ist auch als erstes am Hund dran. Bevor wir ankommen, ist die Sache schon gelaufen oder noch am Laufen, was auch immer "die Sache" dann genau ist. Ich hab große Angst um die anderen Hunde, ich kann dir tatsächlich spontan nicht sagen, was sie machen würde, ob beißen oder nicht, weitergehen oder nicht, nur stänkern, oder körperlich drangehen. Keine Ahnung. Was der erste Schritt in diese Richtung ist, ist bei Fuß laufen ohne Leine. Da geb ich mir bzw. uns die Schuld, das hab ich tatsächlich aktiv und gezielt nie wirklich geübt und jetzt fällt es uns schwer. Buffy ist kein Hund der gerne mitmacht, diesen Will-to-please sehe ich bei ihr nicht. Das wusste ich vorher, wir haben uns ja mit der Bulldogge lange beschäftigt. Aber wenn es dann um sowas geht, habe ich keine Ahnung, wie ich sie am Ball behalte. Klar Leckerchen vor die Nase halten und gehen. Das funktioniert ein paar Meter und dann hat sie keinen Bock mehr und das Leckerli ist ihr dann auch egal (egal was, wirklich, haben schon viel durch) oder wenn sie das Leckerchen dann bekommt, nimmt sie es und geht und macht ihr Ding. Dann muss ich sie wieder zu mir rufen und von vorne beginnen. Das geht zwei oder dreimal und dann hat sie gar keine Lust mehr und macht gar nicht mehr mit.


    Martin Rütter habe ich mir tatsächlich mal überlegt aber ich bin zu schüchtern. Vielleicht überred ich meinen Freund

  10. #60
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    Zitat Zitat von Mikasha Beitrag anzeigen
    Ja, man kann sie nicht ablenken. Sie ist ein totaler Ball-Junkie. Wenn sie einen Tennisball sieht, vergisst sie alles um sich rum, außer andere Hund. Das geht dann ze Zeitlang gut aber wenn der Hund dann zu nah ist, interessiert sie auch der Ball nicht mehr.
    Normal.

    Dann wird es bei meiner auch kritisch, wenn sie denkt, der andere will an ihren Ball. Und es ist egal, welcher Rasse, Größe oder Alters er ist. Kommt ein anderer ihrem Ball zu nah, gibt es Schelte (hört sich martialisch an, ist aber nur Gepolter), Rempler oder Schläge (sie haut mit der Vorderpfote zu). Wirklich beißen ist ja mit diesen degenerierten Schnauzen nicht so gut möglich.
    Darum habe ich immer einen zweiten Ball dabei, den ich ihr direkt geben kann, falls der andere "geklaut" wird. Das Wissen, die Alte hat Ersatz in der Tasche, hat sie tatsächlich etwas ruhiger gemacht und ich kann sie abrufen, wenn ich sehe, die Haare gehen hoch.

    Sie hat immer beim "Gassi" ein Bällchen im Maul. Kommt uns einer entgegen, siehst Du ja, wie sie und der andere reagiert. Sie bleibt ziemlich stur bei mir, bzw ich ruf sie zu mir, wenn uns was entgegen kommt. Kommt der andere dann tatsächlich auf unsere Seite rüber, sag ich laut "kannst alles machen, aber Nase weg vom Ball". Dann rufen die meisten anderen Besitzer ihren auch zu sich. Gespielt wird dann auf der großen Wiese.

    Ja, sie sind eigen und haben ihren eigenen Kopf, den sie stur durchsetzen wollen. Will-to-please... ? Meine lacht noch immer

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