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Thema: Müllvermeidung

  1. #1
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    Standard Müllvermeidung

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    Wir hatten irgendwann, wenn ich das nicht geträumt habe, einen Thread dazu. Ich hab ihn aber nirgendwo gefunden. Bin gerade wieder mal dran.
    Ich versuche gerade besonders Müll aus Kunststoff zu vermeiden. Was mich total nervt, sind gerade Spülmittelflaschen.
    Ich hab mir jetzt Spülmittelseife bestellt und will erstmal testen, ob das überhaupt funktioniert. Wenn das nichts ist, versuche ich das vielleicht in einem Unverpacktladen. Auf Handseife hatten wir schon zu Coronabeginn gewechselt und kommen super klar damit.
    Unter der Dusche hat es sich aber nicht bewährt, weil der Putzaufwand zu groß wird. Duschwanne putzen hassen wir beide.
    Wenn ich darüber nachdenke, wie sauber nur ein Schaumbad die ganze Wanne macht, will ich nicht wissen, was Duschgel aus meiner Haut holt. Da ich die Haare aus kosmetischen Gründen schon ewig mit Lavaerde wasche, hab ich zumindest kein Flaschenproblem. Mein Mann benutzt das, aber immerhin ist es dann nur die Hälfte.

    Beim Einkaufen ist es aber weiter schwierig. Ich esse gern Himbeeren, die sind fast immer in Plastik verpackt. Ich hab sie schon liegenlassen, um den Müll gar nicht erst nach Hause zu holen.

    Der Unverpacktladen wäre eine gute Idee, allein: ich kann den Geruch dort nicht ab. Mir kommt auch vieles nicht frisch vor, aber immerhin gibt es diese Möglichkeit. Mein Traum wäre, das in ganz normalen Super- und Drogeriemärkten zu kaufen. Tüte ab, abmessen, auf die Waage, Produkt suchen: wie beim Gemüse - fertig. Ich werfe sehr viele Lebensmittel weg, weil ich die Mengen nicht aufesse.

    Ich hatte neulich mal eine interessante Unterhaltung über alkoholfreien Gin und dass wir das gut finden würden, selbst wenn man nicht ausschließlich Alkohol meidet, an langen Abenden in Gesellschaft würde das durchaus helfen, mal einen alkoholfreien GT zwischenzuschieben oder auf ihn zu wechseln, allein: er hält nicht lange, wenn er mal offen ist und ist dabei sauteuer. Warum nicht in 250ml -Flaschen?

    Am Anfang von Corona sind wir auf den Wassersprudler gekommen und ich freue mich, wenn ich daran denke, welche Unmengen von Flaschen wir gespart (und nicht geschleppt) haben. Das möchte ich auch an anderen Stellen.

    Plastikärmer bedeutet auch: bei Klamotten auf Naturfasern umsteigen. Ist eigentlich nicht mein Ding, weil ich durchaus schätze, dass das schneller trocken oder knitterarm ist. Meine Zwischenlösung: ich versuche, das weniger zu kaufen und länger zu tragen.

    Wie macht ihr das und wenn nicht, irgendwelche Ideen? Gibt es was neu auf dem Markt, dass der Müllvermeidung entgegen kommt?
    Kauft jemand im Unverpacktladen und wie ist es dort? Nehmt ihr Gläser oder Dosen mit?
    "Das Problem ist nicht das Problem. Das Problem ist deine Einstellung zum Problem."
    Jack Sparrow

  2. #2
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    wir haben seit Februar einen Unverpacktladen und ich habe gelbe Linsen, rote Bohnen, Weizengries, Zucker und Dinkelmehl gekauft, dazu eben meine Tupperware und große Schraubgläser mitgenommen, das war ein schönes Erlebnis und mit der Qualität der Produkte bin ich zufrieden, es ist eher ein kleiner Laden, mit eingeschränktem Sortiment. Als nächstes möchte ich Waschmittel und Nudeln lose kaufen und probieren.

    Da wir Milch aus der Milchtankstelle in der Glasflasche holen, es dort die Eier und Kartoffeln lose gibt, sparen wir da schon einiges an Tetrapack, Eierkartons.

    Leider haben wir an anderer Stelle mehr Müll gehabt, da wir uns ab und an Essen bei unseren Lieblingslokalen vor Ort bestellen und bisher dürfen wir keine eigenen Behältnisse mitbringen :-(

  3. #3
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    Ja, das Problem hab ich auch. Wir mögen Take-away, aber den Müll nicht. Ich hoffe, dass es da bald einheitliche Ressourcen schonende Pfandsysteme gibt.
    Das mit den Eiern finde ich auch gut. Früher gab es die Eier auf solchen größeren Paletten und man hat sie in die Tüte gepackt. Ich vermute, dass wie beim Restaurant hygienebedingte Regeln dagegen sprechen.

    Ich hab auch das Gefühl, je mehr Mühe ich mir mit Müllvermeidung gebe, desto mehr Müll hab ich.

    Paketmüll ist ein anderes Problem. Papier verrottet wenigstens schnell, aber dennnoch sind die Grundmaterialen nicht voll recycelt. Alternativen mit Pfandrückgabe ist wieder vermutlich Kunststoff und wie lange hält das länger? Vielleicht ist es gut, vielleicht auch nicht. Als alter gehbehinderter Mensch stell ich mir das aber schwierig vor. Abgabe im Supermarkt? Ich fände schon mal super, sowas überhaupt wählen zu können.
    "Das Problem ist nicht das Problem. Das Problem ist deine Einstellung zum Problem."
    Jack Sparrow

  4. #4
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    Ja, einen Thread dazu gab es in der Tat schon mal, aber gefunden habe ich ihn jetzt auf die Schnelle auch nicht. - Ich kaufe nie Papiertragetaschen, sondern nehme immer Stoffbeutel oder selbstgehäkelte Einkaufsnetze mit.

    Wir haben zwar bisher erst zweimal Takeaway genutzt, aber ich finde es auch schade, dass man keine eigenen Behältnisse mitbringen kann - nicht nur wegen der Umwelt, sondern auch, weil man damit die Gaststätte auch finanziell etwas entlasten könnte.

    Ich trinke fast ausschließlich Leitungswasser, ohne Sprudel. Nur wenn Besuch kommt, werden Getränke gekauft, und auch nur größere Flaschen. (Warum gibt es Weinflaschen eigentlich nicht mit Pfand )

    Unverpackt-Läden haben wir hier auf dem Land bzw. in der Kleinstadt leider nicht, aber die würde ich schon nutzen.

    Beim Kleidungskauf achte ich auf hohe Qualität und zumindest Naturfaseranteil, heutzutage sind ja fast überall Kunstfaser-Beimischungen drin, aber andererseits ist es angenehm, fast nichts mehr bügeln zu müssen. Die Sachen habe ich dann auch sehr lange.

    Die Spülmittelseife kenne ich noch nicht, aber werde mich nachher beim Einkaufen mal danach umsehen. Bin gespannt, ob das funktioniert. So richtig vorstellen kann ich es mir noch nicht.
    Geändert von Corinne (07.05.21 um 10:50:56 Uhr)
    Wenn durch das Volk die grimme Seuche wütet,
    soll man vorsichtig die Gesellschaft lassen.
    Auch hab' ich oft mit Zaudern und Verpassen
    vor manchen Influenzen mich gehütet.
    - J. W. von Goethe -

  5. #5
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    Für Reinigungsmittel, auch Spülmittel, gibt es neuerdings doch Tabs, die man in der alten Flasche auflösen kann - hab's noch nicht ausprobiert, aber schon im Drogeriemarkt und sogar als Aktionsware bei Lidl gesehen. Putz- und Spülmittel kaufe ich meist im Nachfüllbeutel (Frosch oder Bioladen).
    dm hat zur Zeit auch Duschgel im Nachfüllbeutel. Dort gibt es auch festes "Duschgel", das sollte keine Kalkseife in der Duschwanne verursachen. Meiner Haut geht es allerdings mit richtiger Seife soviel besser, dass ich das Putzen gern in Kauf nehme. Obst und Gemüse beziehen wir hauptsächlich über die Biokiste, da ist alles unverpackt, sogar die Himbeeren kommen in einer Pappschale. Sie sind dafür aber, wie vieles, das ökologischer ist als das Standardzeug, 3x so teuer wie im Supermarkt, was mich auch immer ärgert. Damit wird ökologisches Handel zu etwas, das sich nur gutverdienende Menschen leisten können, das kann's doch auch nicht sein.

    Trotzdem wundere ich mich immer wieder, wie schnell die gelbe Tonne bei uns voll wird. Ich muss mal mehr drauf achten, was da alles drin landet und was davon sich vermeiden ließe...
    hinfallen - aufstehen - Krone richten - weitergehen

  6. #6
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    Mit Natron und Seife kann man Spülmittel auch selber herstellen und dann immer wieder dieselbe Flasche nehmen.
    Als ich eine helfende Hand brauchte, reichte mir jemand seine Pfote!

  7. #7
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    In meinen Unverpacktladen darf man zur Zeit keine eigenen Behältnisse mitbringen und muss dort Tüten kaufen. Finde ich gerade nicht so prall. Deswegen war ich letzten Herbst zuletzt dort; der Zettel hängt noch an der Tür...

    Ich kaufe Obst und Gemüse gerne auf dem Markt oder im Hofladen und lasse es mir so in meine Tasche packen, auch dreckige Kartoffeln, die Taschen sind ja waschbar.
    Die Etepetete Box würde mich interessieren, aber ich habe keinen vernünftigen Ablageort und bestelle sie nur, wenn ich Urlaub habe einmalig.

    Da wo ich jetzt wohne, trinke ich auch Kranenberger. Es schmeckt hervorragend.

    Außerdem nutze ich keine Tabs oder Pods oder wie das auch immer heißt, sondern Pulver für die Spülmaschine und Pulver oder Flüssiges für die Waschmaschine, zusätzlich Sauerstoffbleiche, wenn nötig. Ich dosiere individuell, ob dreckige Wäsche oder krustige Auflaufformen oder eben nicht, das berücksichtige ich und komme damit sehr gut klar.

    Putzsachen habe ich allgemein sehr reduziert, für die Küchenfronten oder Fläche tut es oft ein schön heißer und gescheiter Mikrofaserlappen. Spüli habe ich in meinem Spülbürstenstiel, das kommt dann automatisch in den Schwamm und nur der wird getauscht (habe ich von dm). Fenster macht der Kärcher, da wische ich vorher mit einem Schwammtuch und warmem Spüliwasser, etwas Essig, da reicht je ein Tropfen.
    Fürs Bad habe ich so einen Putzstein, der reicht gefühlt noch 100 Jahre und für zwischendurch das verdünnte Prowin Konzentrat.
    Never judge a book by its cover...

  8. #8
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    Für die Wäsche hab ich lange Waschnüsse genommen, gewebeschonender war nichts und trotzdem sauber (wir haben aber fast nie starke Flecken).
    Mein Mann brachte dann als Corona begann, diese pods mit, die ich nur benutze, wenn die Maschine dick gefüllt ist, was sie selten ist. Aber die Verpackung war eine Katastrophe. Es war eigentlich in einer großen Kiste, aber in der waren 3 Kunststoffbehälter mit den Pods.

    Ich benutze seit einiger Zeit diese Waschblätter „Magic Leaves“ aus dem Drogeriemarkt. Vorteil: sind nur so groß wie ein dünnes Buch und ich spare Platz. Das ist mir mindesrens ebenso wichtig. Außerdem viertel ich diese Blätter inzwischen, weil die Waschkraft für unsere leicht angeschwitze Wäsche reicht. Microplastik ist auch keins drin. Ich liebe den Duft, aber ich hab auch eine sensitive-Version, die keinen Duft hat.

    Biokiste finde ich auch eine tolle Idee, hab aber auch keinen sicheren Abstellort. Geht leider nicht.

    Das mit dem Spülmittel im Nachfüllbeutel von Frosch ist eigentlich schon sowas, was ich gesucht habe. Wenn die Seife nicht funktioniert, kauf ich das.
    Diese Tabletten zum Auflösen hab ich nicht mehr gesehen. Ich hatte sowas als Badreiniger und wollte eigentlich dabei bleiben, auch wenn es Besseres gibt.

    Festes Duschgel ohne Seife klingt perfekt. Wir haben noch 2 Riesenflaschen Dove mit Spender hier, weil die keine SLS enthalten, wenn die alle sind, probier ich das feste Duschgel. Danke.

    Ich probiere gerade so einiges Verrücktes aus, nicht weil ich gleich alles konsequent so machen will, aber mal sehen, wo es mir was wert ist und wo nicht, wäre klasse.

    Zum Wasser: wenn man kein Sprudel mag, ist mir Leitungswasser auch die beste Version. Ich trinke das auch oft so, aber einmal am Tag trinke ich noch ein großes Glas Sprudelwasser/Limo/Tonic usw. Mein Mann trinkt nur auf Reisen Wasser. Stilles Wasser hab ich auch vorher nie gekauft, wir haben hier auch moch ausgesprochen gutes Wasser. Selbstgesprudeltes schmeckt mit unserem Wasser besser als gekauftes. Hab ich aber erst hinterher gemerkt.
    "Das Problem ist nicht das Problem. Das Problem ist deine Einstellung zum Problem."
    Jack Sparrow

  9. #9
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    Einen Unverpacktladen habe ich weder in meiner Nähe noch auf meinen normalen Wegen, wenn man aber wieder mobiler ist, werde ich das mal ausprobieren. Ich bekomme einen Teil meines Obstes und Gemüses in der Biokiste, also weitgehend unverpackt, eine Lage Papier ist um den gesamten Inhalt, vereinzelt sind Dinge in Papier eingepackt wie z.B. Cocktailtomaten.
    Bei Putzmitteln habe ich so einen geringen Verbrauch, dass ich da keinen Optimierungsbedarf sehe. Ich nutze hauptsächlich Mittel von Frosch.
    Für Colorwaschmittel wäre ich offen für Optimierung. Als Vollwaschmittel nutze ich Persil Green Power, das von der Reinigungswirkung und vom Duft her sehr angenehm ist. Bei solchen Produkten ist das Verpackungsmaterial meist aus wiedergewonnenem Plastik und voll recyclebar.

    Bei meiner eigenen Verpackung, also Kleidung bin ich sehr im Zwiespalt. Ich trage eigentlich bevorzugt Naturfasern, aber in punkto Tierwohl und Wasserverbrauch wird das heute sehr kritisch gesehen. Viskose und ähnliche Fasern, die auf veredelten Naturmaterialien wie Holz oder Bambus basieren, sind mir zu empfindlich, die neigen oft schnell zum Pilling etc. Ich habe inzwischen einige Sachen aus Recycling-Kunstfasern und finde die teils überraschend angenehm, die lösen aber nicht das Problem von Mikroplastik im Abwasser. Meine Tendenz ist, möglichst wenig zu kaufen und die Sachen lange zu tragen. So trage ich z.B. meine Sportsachen, die aus Funktionsmaterial bestehen, teils 10 Jahre und länger - ich brauche keine Modenschau mit immer neuen Kollektionen im Fitness-Studio.
    Mache mir Gedanken über Hautpflege und Make Up. Mein Handy behauptet hartnäckig "kein Gesicht erkannt".

  10. #10
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    Sportsachen hab ich auch extrem lange. Ich habe neulich mal ein Fleeceshirt weggeworfen, das ich 30 Jahre beim Laufen getragen habe, oft täglich, außer im Sommer. Es bekam ein kleines Loch und jetzt ärgere ich mich, es weggeworfen zu haben, da sich gerade aus Fleece so viele Microfasern lösen, die das Grundwasser belasten. (Jetzt hab ich 2 unterschiedlich dicke neue, wo das Spiel wieder von vorn losgeht. Ich liebe Fleece und grage es bis es kaputt geht, aber gut für die Umwelt geht anders. Ich will mich in Zukunft mehr an Merino orientieren, hab aber wie du das Problem des Widerspruchs Umwelt <->Tierwohl. Eins von beiden ist oft das Problem, kommt noch fairer Handel dazu, wird es sehr dünn.)

    Da kam sicher schon lange nichts mehr raus. Meine neue Waschmaschine hat ein Auffrischungsprogramm, das sowas verhindert und ich frische öfter auf. Geruch geht raus, sieht wieder wie neu aus (Flecken natürlich nicht) aber das erleichtert auch etwas.
    Die meisten Klamotten wechsele ich eigentlich wegen Größenwechsel und nicht, weil sie kaputt sind. Ich bessere auch oft aus, meist weil ich das Stück.
    Vor wenigen Jahren gab es mal einen Haufen Sachen, wo mir Farbe, Schnitt und Material passten und die gefallen mir immer noch.

    Aber insgesamt: schwieriges Thema bei mir.
    "Das Problem ist nicht das Problem. Das Problem ist deine Einstellung zum Problem."
    Jack Sparrow

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