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Thema: Tja - nun sitz ich seit Tagen da und denke nach... Ging´s euch auch schon so?

  1. #1
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    Standard Tja - nun sitz ich seit Tagen da und denke nach... Ging´s euch auch schon so?

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    Hallo,

    nachdem ihr hier immer wieder so tolle Denkanstösse gebt, hoffe ich, dass ihr mich mit eurer Weisheit, euerem Verständnis... auch mal anstupsen könnt.

    Ich befinde mich momentan in einer äußerst schwierigen Phase. Hier verändert sich alles und ich habe das Gefühl, dass vor allem ich mich gerade sehr verändere(n will). Ich bin am überdenken, einschätzen, in die Zukunft blicken und ja: irgendwie dabei, meinen richtigen Weg zu finden.
    Jobtechnisch läuft endlich wieder alles in geregelten Bahnen. Ich habe einen neuen Vertrag unterschrieben und es läuft gut an. Aber privat ist gerade "in meinem Kopf" der Wurm drin. Ich bin immer weniger bereit, Kompromisse einzugehen. Mich stören Kleinigkeiten, über die ich "früher" hinwegsehen konnte - heute kann und will ich manches nicht mehr "hinnehmen". Irgendwie läuft mir das gerade so aus dem Ruder, dass ich am Wochenende zum ersten mal in meiner 4jährigen Beziehung darüber nach gedacht habe, was wäre wenn. Was wäre, wenn ich einfach einen Schlusstrich ziehen würde? Was wäre, wenn ich einfach meine Sachen packe und ginge? Was wäre, wenn ich mich einfach anderes orientieren würde?

    Mir geht das gerade alles so auf den Sender und ich glaube, dass ich mich gerade verändere, während er "zurückfällt" und das geht nicht gut. Was ist so toll daran, sich am Wochenende den Kanal vollaufen zu lassen? Warum muss man in irgendwelche blöden Läden sitzen, nur um später sagen zu können, dass man dort war? Warum kann man einfach nicht normal über Probleme diskutieren und dabei auch mal sachlich bleiben? Warum ist der beste Kumpel wichtiger, als der Partner (ich)? Wie kann man der Meinung sein, dass der mehr Recht hat, der am lautesten brüllen kann? Ich habe so viele "Warums" in meinem Kopf und finde so wenig Antworten.
    Ich habe einfach keine Lust mehr, ständig über grundsätzliche Dinge zu diskutieren. Mich ständig wiederholen zu müssen. Zurückzustecken. Aufzugeben. Drüber hinweg sehen. Und es sind doch nur Kleinigkeiten...

    Hab ich irgendwas verpasst? Ist das eine Phase, die jeder mal hat?

    Danke für´s "auskotzen"

    Viele Grüsse
    Pimblinchen
    Unser Kopf ist rund, damit unser Denken die Richtung ändern kann.

  2. #2
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    Hallo Pimblinchen.

    Mir ging es vor kurzer Zeit auch sehr ähnlich wie Dir. Ich wußte nicht ein noch aus. Hatte auch das Gefühl, dass ich mich verändere und war total unglücklich mit meiner Beziehung.

    Ich habe diesen Gedanken "Was wäre wenn..." aber nicht in die Tat umgesetzt. Ich war mir nicht sicher und wollte keinen Fehler machen. Denn wäre ich damals gegangen, hätte es kein zurück mehr gegeben. Ich habe dann sehr viel nachgedacht - über mein Leben, über unsere Beziehung, was ich überhaupt erreichen will - und bin zu dem Entschluß gekommen, dass mir so einige Dinge doch fehlen würden wenn ich ginge...

    Also blieb ich. Im nachhinein kann ich schon sagen, dass es so eine Art Phase war. Damals wuste ich das natürlich nicht. Ich war eben einfach unzufrieden, mit Ihm mit mir, mit der Situation.

    Ich kann Dir nur raten nichts zu überstürzen. Nimm Dir Zeit um Deine Gedanken zu sammeln. Ich habe das z.B. auch meinem Freund gesagt, dass ich momentan so unglücklich und unzufrieden mit der momentanen Situation bin. Dann habe ich auch Abstand genommen. Also ihn nicht mehr so häufig gesehen. Das tat recht gut um mir meine Gedanken zu machen und eventuell mein EIGENES Leben in den Griff zu bekommen.

    Ich weiß nicht wann, aber irgendwann war das ganze dann vorbei. Es ging aber schleichend. Ich habe schon bemerkt, wenn ein Treffen zu "früh" war. Ich habe mich dann einfach nicht wohl gefühlt in seiner Nähe. Nach ein paar Treffen mehr steigerte sich aber wieder das Vertrauen und dieses 'wohlgefühl' wenn ich bei ihm war.

    Ich weiß nicht, ob Dir das jetzt weiterhilft, aber es ist bestimmt nicht schlecht, wenn man weiß, dass es anderen auch so geht.

    Ich wünsch Dir alles Gute

    Cosma

  3. #3
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    Hi Pimblinchen,

    ich denke, man bzw. frau muss immer abwägen, ob es sich nur um eine momentane Unausgeglichenheit und Unzufriedenheit handelt, oder ob sich die Einstellung wirklich grundlegend geändert hat.
    Veränderungen der Partner gibt es immer, man muss nur zusehen, ob man sich in die gleiche Richtung entwickelt und wenn nicht, dann muss man sehen, ob man mit den Veränderungen leben kann und will.

    Wenn Dich alles an ihm nervt, dann solltest Du echt mal darüber nachdenken, ob Du allein nicht besser zurecht kommst.
    Klar gibt es auch mal schlechtere Phasen, aber diese grundsätzlichen Gespräche und dieses Genervtsein.......das hört sich gar nicht so gut an.

    LG
    Hathor

  4. #4
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    Hi Pimbli !
    PN für dich !

    Liebe Grüße
    Ina

  5. #5
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    Hallo Ihr Lieben!

    Ich muss vielleicht vorausschicken, dass er eine wirklich schwierige, wenn auch nicht absolut schreckliche Kindheit hatte. Bisher habe ich in fast allen Situationen gedacht "er kann es nicht anders - er kennt es nicht ander, er hat es nicht anders kennengelernt". Und am meisten packt mich die Angst, wenn ich mir überlege, dass unser Zusammenleben eines Tages so abläuft, wie die Ehe seiner Eltern. Ich habe da richtig Panik davor.

    Meine beiden Schwestern sind jeweils schon verheiratet und wo ich hinsehe kann ich einfach nicht leugnen, dass sich ein Lebensstil der jeweiligen Eltern kräftig mit in diese Gemeinschaft/Partnerschaft/Ehe einmischt...
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  6. #6
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    .... ääähm, also ich meine "einmischt" im Sinne davon, wie man sein Leben führt, wie man zu bestimmten Dingen eingestellt ist usw...

    Versteht ihr, was ich meine?
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  7. #7
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    Hallo Pimblinchen,

    ich glaube, ich kann Deine Ängste bezüglich "Ehe der Eltern" gut verstehen. Die Ehe der Eltern von meinem Freund- oweia... das bedeutet: der Mann tut keinen Schlag im Haushalt, vergnügt sich in Vereinen und ist nicht in der Lage, sich ein Brot allein zu machen, das ist KEINE Übertreibung. Mutter hat fast Full-Time-Job, schmeißt den Haushalt und kocht/bügelt/putzt für Mann und anderen Sohn, der wohl nie mal ausziehen wird (Alter=36). Nebenbei kümmert sie sich um die Oma, die über 90 ist und eigentlich eine rund-um-die-Uhr-Betreuung braucht (Alzheimer). Es ist der HORROR, und ich fühle mich absolut unwohl in diesem Haushalt. Und: meine liebe "Schwiegermutter" hat ihre beiden Söhnchen so erzogen, daß sie auch keinen Schlag zu Hause tun mußten. Das ist schließlich Sache der Frau. Aber bitte auch noch arbeiten gehen! Mein Freund bewundert seine Mutter, weil sie sich nie beklagt, alles erträgt und scheinbar alles so toll im Griff hat. Da kriege ich einen Hals! ICH bin so nicht und will so auch nicht sein!
    Also, lange Rede kurzer Sinn: ich hatte mit meinem Freund heftige Auseinandersetzunge bzgl. Haushaltaufteilung usw. Seine Mutter ist wirklich ein abschreckendes Beispiel. Mich findet sie glaub ich nur zickig, weil ich sage was ich denke bzgl. Gleichberechtigung usw. Ich tue wirklich alles, um mich von ihrem Verhalten abzugrenzen, und ich denke, so werde ich auch niemals werden! Auch wenn mein Freund aus dieser Familie kommt. Ich sage mir immer, dafür kann er ja nichts.

    Ich würde gern noch viel mehr zu diesem Thema sagen, habe aber grade nicht mehr Zeit. Bin gespannt auf die anderen Antworten.
    Halt den Kopf hoch. Ich habe mich auch schon von meinem Freund getrennt und es dann bereut. Aber so ein "Riß" ist sehr schwer zu kitten. Der andere ist noch sehr lange verletzt, was man natürlich verstehen kann.

    LG, Lotte

  8. #8
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    Hi Lotte!

    Deine Worte haben mir jetzt richtig gut getan, denn ganz genau so ist es! Aber es ist so verdammt anstrengend, sich ständig "zur Wehr zu setzen". Obwohl ich mit meiner Schwiegermama in Spe ganz gut zurecht komme, würde ich mich im Vorgarten erhängen, sollten mein Leben jemals auch nur annähernd so verlaufen, wie ihres.
    Ich möchte da nicht weiter ins Detail gehen, aber die Einstellung seines Vaters ist so unverschämt, ja total Frauenverachtend - da fehlen einem echt die Worte.

    Und ist der Gedanke so abwegig, sich vorzustellen, dass es einem mal annähernd genauso gehen könnte? Er ist ein anderer Mensch, klar. Er lebt auch anders, klar. Aber ich entdecke eben gewisse "versteckte" Paralellen, gegen die ich ständig ankämpfen muss...
    Unser Kopf ist rund, damit unser Denken die Richtung ändern kann.

  9. #9
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    Ich kenn das soooo gut...
    ja, es gibt auch bei uns immer wieder diese Parallelen, und wenn ich einen schlechten Tag habe, kriege ich auch einen Anfall, steigere mich hinein und sehe alles schwarz für die Zukunft. Ich zwinge mich dann dazu, ihn als eigenständigen Menschen zu sehen und nicht nur als Kind seiner Eltern. Außerdem distanziere ich mich auch in vielen Dingen von MEINER Familie, und da möchte ich auch, daß mein Freund das trennt. Leider habe ich auch einige schlechte Eigenschaften, speziell von meinem Vater, abbekommen, gegen die ich ankämpfe, aber sie kommen eben hin und wieder durch.
    Jedem sollten auch schlechte Eigenschaften zustehen, keine Frage, und man kann auch für seine Familie nichts, aber wenn mein Freund sich dann speziell das Verhalten seiner Mutter "schönredet"-DANN kriege ich einen Anfall. Ich sehe meine Familie nämlich durchaus kritisch und breche so manchen Streit vom Zaun-für ihn dagegen ist seine Familie heilig und unantasbar. Das heißt aber nicht, daß er sich z.B. ständig wie sein Vater verhält- dann wäre ich mit Sicherheit längst weg! Wenn es bei uns annähered so laufen würde wie bei den Eltern- ne, das wäre für mich unerträglich. Aber wie ich schon sagte- Kritik an seinen Eltern akzeptiert mein Freund überhaupt nicht. Ich beiße lieber die Zähne zusammen und vermeide allzu häufige Besuche, weil ich mich dort einfach super unwohl fühle.
    Nur- das Problem ist das seine Eltern uns gerne öfters sehen würden-auch wieder Streitpotential

    LG, Lotte

  10. #10
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    Hallo Pimblinchen,
    ich denke so ähnliche "Phasen" hat jeder 'mal, nur muß es auch andere Charakterzüge bei dem Gegenüber geben, die Du magst und schätzst. Ich würde Dir raten - wenn es irgendwie möglich ist - Dir 'mal einen Auszeit zu gönnen, vielleicht 'mal eine Woche Urlaub allein oder 'mal ein paar Tage bei einer Freundin, wo Du Deinen Partner nicht siehst. Oft sieht man danach klarer. Und anschließend würde ich mit dem Partner reden, ganz offen, Männer sind ja oft schlecht im reden und Gefühle offen legen. Sollte es mit dem Gespräch nicht funktionieren, schreibe ihm einen Brief, in dem Du ehrlich Deine Befürchtungen und Gefühle reinschreibst. Wenn er bereit ist, auch etwas zu ändern, dann kommt eine Reaktion und Ihr könnt Euch gemeinsam weiterentwickeln, etwas verändern.

    Und Veränderungen sind oft für irgendetwas gut - schlauer Spruch, was?! Ist aber was Wahres dran

    Alles Liebe für Dich
    Andrea

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